Der 17. Juni 1953.

Der 17. Juni 1953 erinnert uns daran, dass Freiheit, Demokratie und Menschenwürde niemals selbstverständlich sind.

Heute haben wir in Stralsund gemeinsam der Frauen und Männer gedacht, die damals in der DDR den Mut hatten, für bessere Lebensbedingungen, Freiheit und demokratische Rechte auf die Straße zu gehen.

Viele von ihnen zahlten dafür einen hohen Preis.Besonders beeindruckt haben mich die Beiträge der Schülerinnen und Schüler des Hansa-Gymnasiums. Sie haben sich mit historischen Dokumenten beschäftigt und die Frage gestellt, was die Ereignisse von 1953 für uns heute bedeuten.

Genau darum geht es: Geschichte nicht nur zu erinnern, sondern aus ihr zu lernen. (Zum Schutz der Jugendlichen veröffentliche ich keinen Ausschnitt aus ihren Beiträgen). Denn auch heute kämpfen Menschen auf der Welt für genau die Werte, die wir oft als selbstverständlich ansehen. Menschen werden verfolgt, unterdrückt, verhaftet oder sogar getötet, weil sie Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung einfordern.

In der Ukraine verteidigen Menschen seit dem russischen Angriffskrieg ihre Freiheit und die Souveränität ihres Landes. Im Iran riskieren Menschen ihre Freiheit, wenn sie für grundlegende Rechte eintreten. In Afghanistan werden Frauen ihrer Selbstbestimmung beraubt.

Der 17. Juni mahnt uns deshalb: Demokratie lebt nicht von ihrer Existenz allein. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und für sie eintreten.Freiheit, Frieden und Demokratie müssen in jeder Generation neu geschützt und verteidigt werden.