Der 8. Mai ist ein Tag der Erinnerung.

Der 8. Mai ist ein Tag der Erinnerung.
Ein Tag der Befreiung vom menschenverachtenden Nationalsozialismus.
Aber auch ein Tag der Mahnung.
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben wir wieder, wie schnell Demokratie unter Druck geraten kann. Wie Sprache verroht. Wie Hass wächst. Wie Menschen beginnen, Freiheit und Frieden für selbstverständlich zu halten.
Gerade wir Deutschen tragen dafür eine besondere Verantwortung.
Nicht, weil Schuld vererbbar wäre.
Sondern weil Erinnerung Verantwortung schafft.
Für mich bedeutet der 8. Mai deshalb mehr als ein Blick zurück in die Geschichte. Er verpflichtet uns im Hier und Heute:
zur Verteidigung unserer Demokratie,
zum Schutz der Menschenwürde,
zum klaren Widerspruch gegen Extremismus – von rechts wie von links,
und zu einem politischen Miteinander, das Streit aushält, ohne den Respekt voreinander zu verlieren.
Frieden, Freiheit und Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen jeden Tag neu geschützt werden – durch Haltung, durch Mut und durch Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Gerade als Christdemokratin glaube ich daran:
Versöhnung ist stärker als Hass.
Freiheit stärker als Unterdrückung.
Und Demokratie stärker als diejenigen, die sie verächtlich machen wollen.
Der 8. Mai erinnert uns daran, wohin Gleichgültigkeit führen kann.
Und er erinnert uns daran, wie wertvoll unser freies, demokratisches Deutschland ist.