Wenn man Unterstützung und Dank für sein Engagement aus einer ganz anderen Ecke erhält.Lieben Dank Gunter Lampe.Hier lest ihr seine Perspektive der Geschehnisse rund um die Haselbergschule:Inklusion u. alles inklusiveHin u. wieder drängen sich uns unverhofft Erinnerungen auf. Momente, Begebenheiten, die nach einer langen Zeit wieder relevant sind, ins aktuelle Geschehen übergreifen u. es dann maßgeblich bestimmen.„Lichtung“ nannte ich dieses Bild einmal, welches im Account aufploppte.Es zeigt den Eingangsbereich zur „Ernst von Haselberg Schule“ in Stralsund. Haselberg, war ein 1827 in Stralsund geborener Architekt. Er zeichnete sich seinerzeit für die Restaurierung der Rathausfassade verantwortlich u. für die Neugestaltung des „Löwischen Saals“, in dem heute die Bürgerschaft tagt.Am 16. 10. behandelte dieses Gremium die Umsetzung der Inklusionsstrategie in Stralsund. In dem Teil der „Ernst von Haselberg Schule“ dessen Vorflur das Bild zeigt, werden Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale/soziale Entwicklung betreut. Er ist der Klinikschule, in der Kinder u. Jugendliche im Rahmen ihres stationären Aufenthalts in der „KJP Stralsund“ unterrichtet werden angegliedert. Die Ergebnisse, dieser intensiven komplexen Begleitung u. Betreuung der Kinder in der "Haselbergschule", wurden in der Niederschrift aus dem Auszug, der den Bürgerschaftsmitgliedern zur Kenntnisnahme vorliegt, als außergewöhnlich gut beschrieben.Ein individuell angepasster Lernplan, ein Unterricht in kleinen Klassen, mit einem breit aufgestellten von hoher Fachlichkeit geprägtem Kollegium, deren Beziehungsarbeit mit den Kindern oft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung ist, bieten die Grundlagen für diese außergewöhnlich guten Ergebnisse. Ziel dieser Arbeit ist es nichtdie Kinder in diesem Schutzraum zu belassen, sondern sie in ihrer sozialen u. emotionalen Entwicklung so zu fördern u. zu stärken, dass ihnen perspektivisch eine Teilnahme in Regelklassen u. in Regelschulen, oft auch mit individueller Lernunterstützung möglich ist. Das ist ein langer Prozess, die Zeit, die dort hineinfließt, ist intensiv, sicher auch von Konflikten geprägt, aber es sind kleine, behutsame, oft erste Schritte auf einem schweren Weg für die Kinder, die dort getan werden. Diese Schritte zahlen sich aus!Diesen Schulteil der „Ernst von Haselberg Schule“ wird es zukünftig nicht mehr geben. Dieser bis dato geebnete Weg wird zu Ende sein. Nicht der Weg der Kinder, die von diesem Setting profitieren, deren Wege sind nach Lage der Dinge nun vage, offen, unbestimmt u. im Moment nicht sicher. Alle stabilitätgebenden Faktoren werden hinfällig sein, alle Beziehungsaufbauten sind von Abbruch bedroht. Auch andere Hilfen, die in Kooperation mit der "Haselbergschule"stehen, u. diesen Prozess sozialer Integration, problembehafteter Kinder in die Gesellschaft unterstützen, werden die Auswirkung einer solch tiefgreifenden Veränderung auf schulischem Sektor erleben.Mit diesem „Aus“, dem durchaus mit Unverständnis begegnet werden darf, wächst auch die Ungewissheit, die Sorge, die Fassungslosigkeit der betroffenen Eltern, die ihre Kinder bislang in guten Händen wussten. Theoretisch wäre alles klar. Praktisch, aber praktisch nicht.Die Unsicherheit die Lehrer, Pädagogen, Erzieher, Helfer den Kindern nehmen möchten, um sie bereit u. ansprechbar für Anforderungen im Leben zu machen, stülpt eine einzige Institution wie das „Schulamt“ über alles hinüber, mit hehrer Absicht zwar, der Inklusion, aber letztlich unbedacht u. für sehr viele Leidtragende aus meiner Sicht entwicklungsgefährdend.Detailliert darüber zu sprechen ist mir nicht möglich, weil ich zu wenig davon weiß. Anderen die mehr wissen, ist es aus anderen Gründen nicht möglich darüber zu sprechen. „Du darfst…“ ist manchmal eben strikt auf eine Produktpalette zu reduzieren.Es war eine „Lichtung“ mit Licht, die ich belichtet habe. Jetzt ist es ein dunkler Schatten, der darüber liegt.