Bildung

Eine große Verantwortung tragen wir als Landespartei in Mecklenburg-Vorpommern für die Bildungspolitik. Wir wollen sie gestalten und verstehen Bildung als lebenslangen Prozess. Wir sind uns bewusst, wie viele unterschiedliche Einrichtungen, Gruppen und Bildungsformen dieses System prägen. Wir stehen ein für Vielfalt, Chancen und Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung.

Selbstbewusste und freie Menschen können nur dann verantwortlich handeln, wenn sie ihre Persönlichkeit, ihre Vernunft und ihre Fähigkeiten entwickeln und gebrauchen können. Deshalb wollen wir, dass alle Menschen lebenslang freien und gerechten Zugang zu Bildung erhalten. Die Kinder stehen für uns dabei im Mittelpunkt, ein gutes Bildungssystem muss unabhängig vom Wohnort oder dem sozialen Hintergrund der Eltern sein. Wichtig sind uns unter diesem Gesichtspunkt auch eine gute Erreichbarkeit und der Erhalt von kleinen Schulen mit ausreichender Personalstruktur.

Das Fundament für die Entwicklung von Kindern ist das Erlernen von Sprache und sozialen Kompetenzen innerhalb der Familie, hier haben Eltern einen wichtigen Erziehungsauftrag, den die Pädagogen in Kindergarten und Schule nicht ersetzen können.

Die Förderung der deutschen Sprache und das fließende Lesen und Schreiben sowie die Beherrschung der Grundrechenarten nach der Grundschule sind aus unser Sicht elementar wichtig und Grundvoraussetzung jeder weiteren Schulbildung. Im Zeitalter der

Digitalisierung erscheint dies umso wichtiger. Da, wo es notwendig ist, bedarf es einer besonderen Förderung – auch in der beruflichen Bildung.

Wir halten die Unterschiedlichkeit und Durchlässigkeit der verschiedenen Schulformen für notwendig, damit die individuellen Stärken und Begabungen unserer Kinder im Mittelpunkt stehen, Klassenstärken mit mehr als 25 Kindern sind dabei hinderlich. Für uns sind die Schulen in freier Trägerschaft sowohl im allgemeinbildenden Bereich als auch in der beruflichen Bildung eine notwendige und wünschenswerte Ergänzung des staatlichen Schulsystems und tragen zum Wettbewerb verschiedener Schulformen bei.

Christlicher Religionsunterricht in ökumenischer und interreligiöser Ausrichtung ist ein wichtiger Bestandteil des Schulunterrichtes. Das Eintreten für die Demokratie und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch ehrenamtliche Tätigkeit setzt vor allem soziale und politische Bildung und engagierte Jugendarbeit voraus. Auch die Identifikation mit unseren Traditionen und unserer Kultur ist unter differenzierter und kritischer Betrachtung der Geschichte zu unterstützen. Wir wollen verantwortliches Handeln und Offenheit für aktuelle Fragen unserer Zeit und neue Entwicklungen fördern.