Auch wenn Globalisierung und Europäisierung das Verhältnis von Grundfreiheiten und Schutz des Wettbewerbs betreffen, ist es in der Politik wichtig, in den Prozessen mehr Chancen als Risiken zu sehen.
Die Vorteile der EU-Grundfreiheiten und des Binnenmarktes zeigen uns die Chancen auf. Im Land können wir diese Chancen als Vorteil für den Grenzraum zu Polen und zu unseren EU-Nachbarn im Ostseeraum nutzen.
Wir müssen unsere Politik mit einem klaren Bekenntnis zum EU-Binnenmarkt verbinden. Dies bedeutet keine Vereinheitlichung, denn Haftung und Risiko sind bei Schuldenfragen keine Leerformel.
Neue Chancen ergeben sich auch durch die Digitalisierung. Diese für die Soziale Marktwirtschaft zu nutzen, ist Aufgabe unserer Politik. Digitalisierung kann dabei helfen, Bürokratie abzubauen und Verfahren zu vereinfachen. Sie kann auch dabei helfen den ländlichen Raum für Firmenansiedlungen attraktiver zu machen.
Es ist Anspruch unserer Politik, dafür die Rahmenbedingungen zu sichern. Globalisierung und Digitalisierung verändern die Welt, in der wir leben und arbeiten. Es ist bei jeder Veränderung wichtig, auf Ängste und Sorgen Rücksicht zu nehmen. Nicht jede Veränderung ist gut, Skepsis und ein gewisser Grundoptimismus bedingen sich hier. Digitalisierung bietet große Chancen. Diese müssen als Anspruch einer christdemokratischen Politik auch nutzbar gemacht werden.
Es entstehen neue Berufsfelder und Berufsgruppen. Kinder die heute einen Kindergarten besuchen, werden gegebenenfalls Berufe erlernen, die es heute noch gar nicht gibt. Dieser Veränderung muss sich Politik bei der Gestaltung der Sozialen Marktwirtschaft bewusst sein. Wie kann Soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert aussehen? Als Antwort auf diese Frage ist eine Strategie für Digitalisierung unabdingbar.